Hausmusik zum HausfestDie Arbeits- und Wohngruppen TANDEM feierten ihr diesjähriges Sommerfest in AbtwilDas Wetter hatte ein Einsehen und stoppte am Freitag für die entscheidenden Stunden den Dauerregen. So konnten die Gäste beim „Sommerfest“ des TANDEM in Abtwil den Abend doch noch ohne Regenschirm geniessen. Für die Bewohner und das Personal des TANDEM in Abtwil ein Lohn für die umfangreichen Vorbereitungen.
„Die Zelte haben wir bereits in der vergangenen Woche aufgestellt,“ sagte Stephan Schulze, der Leiter des Hauses in Abtwil. „So ist wenigstens der Boden trocken geblieben.“ Gemeinsam mit den Bewohnern und Bewohnerinnen wurden dann am Freitag die Tische geschmückt und das umfangreiche Salat- und Kuchenbuffet bestückt. „Ich komme immer wieder gerne zu diesem Anlass,“ sagt ein Gast im Gespräch. „Dem Fest ist die Freude anzumerken, mit der es vorbereitet wird.“ Musikalisches Programm mit jungen KünstlernAuch die Bestreiter des musikalischen Programms hatten sichtlich Freude an ihrer Aufgabe. Im ersten Teil des Abends untermalte Benjamin Schmid das Geschehen rund um den Grill mit Hackbrettmusik. Dies mit solcher Begeisterung und Virtuosität, dass die Zuhörenden immer wieder in Beifall ausbrachen und nach mehr verlangten. Ein Wunsch, dem der junge Künstler bereitwillig nachkam.
Im zweiten Teil des Abends folgte dann ein Konzert des Hackbrettorchesters MSVA unter Leitung der bekannten Hackbrettspielerin Andrea Kind. Die fünf jungen Hackbrettspieler und Hackbrettspielerinnen begeisterten das Publikum mit Musik aus ganz Europa. Wenn es sein musste, wurde dabei sogar in der jeweiligen Landessprache gezählt. Abschied und NeubeginnNach dem Konzert fanden sich die Gäste bald wieder in gemütlicher Runde an den Tischen ein. Zu reden gab es genug. Der Leiter des TANDEM, Rüdiger Pastewka, hatte in seiner Begrüssung darauf hingewiesen, dass dies das letzte Sommerfest vor dem geplanten Umbau des Hauses in Abtwil sei. Im August 2011 sollen die jetzige und eine zweite, neue, Wohngruppe in das umgebaute Haus einziehen.
Bis dahin ist jedoch noch einiges an Planung und Anstrengung erforderlich. „Wir sind in engem Kontakt mit dem Amt für Soziales,“ sagt Rüdiger Pastewka. „In den Gesprächen zeigte es sich, dass das TANDEM in Abtwil „erwachsen“ wird. Aus einer Wohngruppe wird ein Kleinheim. Das bedeutet, dass wir andere Bedingungen erfüllen müssen. Diese Auflagen sind sehr sinnvoll, vergrössern aber unser Budget deutlich.“ Nun heisst es also vermehrt nach Menschen und Institutionen Ausschau halten, die bereit sind, TANDEM nicht nur ideell sondern auch handfest finanziell zu unterstützen.
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